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Žihobce


Grunddaten


Die erste schriftliche Erwähnung über die Gemeinde Žihobce stammt aus dem Jahre 1045. In der Gemeinde befindet sich ein interessantes Schloss, Kirche Promìnìní Pánì mit zugänglichem Treppenhaus und Terasse mitten in der Gemeinde. Zur Gemeinde gehören die Orte: Žihobce, Bešetín, Bílenice, Kadešice, Rozsedly, Šimanov

kraj: Plzeòský kraj
okres: Klatovy
obec: Žihobce
poloha: 49° 12' 56" N, 13° 37' 55" E   543 m n.m.
adresa: Žihobce, 342 01  Sušice



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Detail

Žihobce, eine altertümliche Gemeinde im Vorgebirgsland, etwa 8 Kilometer östlich der Stadt Sušice und in einer Höhe von 543 Meter über dem Meer gelegen, zählt heute zu den ältesten Siedlungen des Böhmerwaldes. Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde reicht bis in die Zeit der beginnenden mittelalterlichen Kolonisierung der Gegend zurück, als diese vor allem mit Klöstern durchsetzt wurde. Einer Urkunde vom Ende des 13. Jahrhunderts zufolge, die sich fälschlicherweise jedoch zum Jahr 1045 bekennt, wurden dem Kloster Bøevnov seiner Zeit vom böhmischen Fürst Bretislaw mehrere Dörfer in der Sušice Region zugeschrieben, unter ihnen auch Žihobce. Im Mittelpunkt diese übertragenen Landkreises befand sich die Siedlung Nezamyslice - darüber hinaus bestand sie neben Žihobce noch aus Žichovice, Hlinìný Újezd, Hydèice, Hejná, Kejnice, Kalenice, Domorazy, Krejnice, Škúdra, Zvotoky, einem Teil von Podmokly, Dolní Staòkov, Volšovy und dem Zollhaus in Bøeznice, das sich nahe der früheren St, Günther - Einsiedelei bei Dobrá voda zu Hartmanice befand. Die sich damals entwickelnde Besiedelung im Umland von Sušice stellte also einen Keil dar, der sich von Horažïovice entlang der Otava und dem Günthersteig bis hin zum Gebiet des spateren Hartmanice zog. Laut dem Historiker August Sedláèek befand sich in Žihobce wahrscheinlich bereits im 14. Jahrhundert ein Fort, das den Gutsherren von Žihobce gehörte. In den Jahren 1350 - 1368 wird Racek von Žihobce als Mitpatron der Kirchen in Bukovník und Kadov schriftlich erwähnt. Die lokale Pfarrchronik vom Ende des 18. Jahrhunderts belegt, dass "bei einer Belagerung der Burg Rabí der Feldherr Žižka die Besitzer und Priester aus Žihobce ermorder und das dortige Fort entwurzelt habe".

Über den Besitz der Liegenschaften von Žihobce verfügten mehrere Gutsherren, unter ihnen z.B. Familie Koc von Dobrš, Familie Lokšan sowie der Abenteurer und Soldat Martin de Hoef Huerta. Ende des 17. Jahrhunderts lies Ferdinand Iselin, Freiherr von Lanau, in Žihobce ein Barockschloss erbauen, das sich bis heute erhalten hat. 1710 ging die Gemeinde schließlich in den Besitz der Fürsten von Lamberg über und wurde an deren Herrschaftsgut in Rabí und Žichovice angeschlossen.

Lamberg ist der Name eines alten Kärntener - Krainer Geschlechtes, dessen Ursprung sich bis zum Anfang des 13. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt. Wenige Jahre vor seinem Tode erwarb der Fürstbischof von Passau, Kardinal und Diplomat Johann Philipp von Lamberg (1651 - 1712), Ländereien in Südwestböhmen, darunter auch Rabí, Žichovice und Žihobce. Aus der Adelsfamilie Lmaberg wurde jedoch - wohl dank dem Buch "Fürstin Káèa" (Fürstin Kathi) des in Žihobce geborenen Mittelschulprofessors František Procházka - Gustav Joachim (1812 - 1862 der bekannteste, der den Landbesitz im Vorwald des Böhmerwaldes bewohnte und mit dem Deutsch schreibenden Schriftsteller Adalbert Stiefter befreundet war.Der Fürst Gustav Joachim verliebte sich in ein anmutiges Mädchen aus dem Dorf namens Kateøina Hrádková (1824 - 1889), Tochter eines Schaffers aus Èejkovy. Trotz dem Widerwillen der Verwandten zog er mit seiner Geliebten in die Schlösser in Žichovice und Žihobce und hatte mit ihr neun Kinder. Der Fürst war bei den Landleuten sehr beliebt und als Wohltäter bekannt. Kateøina wurde vom Volk "Fürstin Káèa" ("Fürstin Kathi") genannt. Sie war eine intelligente Frau und genoss eine umfassende Ausbildung einschließlich Fremdsprachen. Das Verhältnis zu Kateøina versuchte der Fürst zu legalisieren und heiratete sie 1855. Zu dieser Zeit wurde Kateøina bereits hinlänglich von der aristokratischen Gesellschaft akzeptiert und die Entscheidung des Fürsten daher bewilligt. Nach der Hochzeit wurde ihr letztes und zehntes Kind geboren. Unter den zehn Nachkommen Gustavs befanden sich acht Söhne. Erst nach der Heirat der Eltern wurden sie legitimiert und als Grafen von Lamberg anerkannt.

Das Zentrum der Gemeinde Žihobce wird von einem Schloss und einer Kirche geprägt. Das Schloss - ein frühbarockes einstöckiges Gebäude längsrechteckigen Grundrisses mit einem erhöhten Erdgeschoss und leicht hervorragenden Seitenrisaliten - beeindruckt mit der Gestaltung seiner Fassade und einer markannten Inschrift auf einer Steinplatte aus dem Jahre 1688. In den Innenräumen sind zahlreiche, ursprüngliche Tonnengewölbe sowie Spiegelgewölbe zu sehen, die unterhalb der Scheitellinie von Plafondmalereinen geschmückt werden. Die Parkanlage hinter dem Schloss trägt bis heute lesbare Spuren der Pflege ihres gebildeten Gründers, dem Fürsten Gustav Joachim von Lamberg.

Die neuromanische Pfarrkirche "Von der Verklärung des Herrn" die in den Jahren 1872 - 1876 an der Stelle einer kleinen, nicht erhaltenen gotischen Kirche errichtet wurde, überrascht im Kontext eines Vorgebirgsdorfes mit ihrer ungewöhnlichen Monumentalität. Das gewaltige Ausmaß des Westbaus wird von einem Turm an der südlichen Gebäudeecke sowie einen außen gelegenen zweiarmigen Treppenaufgang betont. Die Einrichtung des Gotteshauses stammt überwiegend aus der Zeit der Erbauung. Als ein wertvolles Musikdenkmal ist die ursprünglich erhaltene Orgel aus der Werkstatt der Sušicer Organisten Fischpera besonders zu schätzen.

Quelle: Blatt Leták Žihobce obec Lamberské stezky, 2012
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